21.07.2012: Angekommen in Buenos Aires
21 07 2012Hallo zusammen und die besten Gruesse aus einer meiner letzten Reise-Etappen. Um 08:15 Uhr heute morgen habe ich La Paz verlassen und damit auch das Chaos. Bis auf den Flug selber hat natuerlich nicht wirklich was geklappt – Bolivien eben 🙂 In Santa Cruz wollten sie es dann noch mal wissen und haben mich in eine Drogenkontrolle gesteckt – und der Beamte hat mit seinen Haenden echt alles durchwuehlt. Irgendwann landete er dann bei meinen Pfefferminzbonbons und wollte zuerst nicht glauben, dass es welche sind. Ich habe ihm dann gesagt, dass es sehr wohl welche sind und daraufhin hat er sich dann erst mal ein paar gegoennt. Und nachdem das erste, was er kostete, wohl zu munden schien, hat er sich gleich noch ein paar mehr gegoennt. Stoehn! Der Mann hinter mir schmunzelte nur. Wie sich herausstellte, hat er das berufsbedingt rund 2-3 x im Monat. Nun ja, um 14:40 sind wir dann in BA angekommen und damit eine Stunde frueher als geplant. Wie das geht? Weil ich eine falsche Anlunftszeit genannt bekommen habe :)))) In der Maschine war uebrigens mein Gangplatz besetzt, also wurde ich erst mal in die Notausgangreihe gesetzt. Kurz vor dem Start wurden wir dann in die Prozeduren bei einem Notfall eingewiesen und haette ich nicht gesagt, dass ich kein Spanisch spreche, haette das wahrscheinlich keiner mitbekommen 🙂 Also ging das muntere Sitzplatsuchen wieder los – ich sollte mich dann in die Mitte von einer Reihe quetschen. Und dann hiess es einfach meinerseits: Nein. Da war was los – ich muesste den Anweisungen folgen blablabla. Ich habe dann gefragt, ob es auch bei Bolivian Airlines einen gewissen Sinn hat, Sitznummern zu vergeben – ich wuerde natuerlich tausche, moechte dann aber meinen reservierten Platz und nicht irgendeinen „Quetsch-dich-mal-in-die-Mitte“ Scheiss. Das leuchtete selbst dem Steward ein und so wurde der Herr gebeten, meinen Platz zu raeumen. Jajaj, Bolivien war wirklich ein Erlebnis. Landschaftlich ist es wirklich reizvoll und das Leben auf 3.800m ist ebenfalls ein Erlebnis. Dennoch: Einmal im Leben reicht.
Ihr koennt euch entsprechend nicht vorstellen, wie happy ich war, in BA zu sein. Ein moderner Flughafen und der beste Cheesburger seit Wochen – ich musste erst mal was essen 🙂 Das Abholen hat auch gut geklappt und nun bin ich meiner Gastfamilie. Es erinnert mich hier irgendwie an die Wrostels. Beide Aerzte und der aeltere Sohn auf dem Weg zum Diplomaten. Da ihr mit einem Job als Fachaerztin fuer Fruehgeborenen-Medizin zu „langweilig“ ist, hat sie noch nebenbei Tourismus studiert und momentan Kunst und Architektur. Nebenbei wird dann noch das Anwesen mit 300qm Wohnflaeche gemanagt 🙂 Ich kann euch sagen – mein sogenanntes „Zimmer“ verteilt sich ueber Esszimmer mit Kueche und Schlafzimmer und wenn es etwas waermer waere, koennte ich vom Esszimmer gleich in den Pool springen. Aehmm – ja. Nun dann :)) Heute abend bin ich erst mal zum Hafen gefahren, ich brauchte mal wieder frische Luft, eine leichte Brise, Wasser und vor allem auch mal einen Baum. Das ist wirklich der Hammer gewesen in La Paz. Es gibt nicht eine einzige Gruenflaeche und die paar, die es gibt, sind eingegittert und auch nicht groesser als ein paar Meter. Morgen will ich die Stadt erkunden und dann muss ich vor allem meinen Trip nach Iguazu organiseren – hier sind Ferien und entsprechend teuer ist alles. Das ist BA uebrigens wirklich: Teuer. Macht aber nix, ich habe nur noch 12 Tage und wenn alles klappt, fahre ich noch ein paar Tage nach Uruguay, da ist dann bestimmt wieder guenstiger.
So, jetzt werde ich mal was trinken und dann mal schauen, was alles in meinen beiden (!) Kuehlschraenken ist. Netterweise hat die Familie fuer mich eingekauft, es soll mir an nichts fehlen. Wow! Der einzige Wehmutstropfen ist, dass alle uebermorgen nach Chile fahren. Das ist eine Erfahrung, die ich auch schon in Lima gemacht habe. Der normale Alltagsbetrieb wird wegen eines Gastes natuerlich nicht eingestellt, maximal ein wenig angepasst. Su wurde ich heute erst mal mit einem wirklich leckeren Essen begruesst. Anyhow, dann lerne ich noch einen anderen Teil der Familie kennen, denn der zieht dann hier ein, wenn die Family auf Reisen ist. Das ist wirklich ein spannendes Modell, denn anscheinend lerne ich dann auch 2 Maedels kennen (oder eine davon), die vor 4(!) Jahren mal ein paar Tage bleiben wollten und mittlerweile irgendwie zur Familie gehoeren. Alles sehr spannend und herzlich. Ich werde weiter berichten. Wir hoeren uns. Euer Ulf
Sag doch bitte dem Garganta del Diablo „einen Gruß“ von mir. Die etwa einstündige Wanderung zum Teufelsschlund gehört zu meinen persönlichen Highlights in Brasilien; und du hast definitiv die bessere Wahl getroffen, wenn du von der argentinischen Seite kommst. Da macht’s auch nix, dass du im Winter dort bist, denn dicke Pulli gibt’s ueberall 🙂
Gruesse,
Joerg
Werde ich NICHT machen – beweg deinen Hintern und lass uns zusammen hingehen 🙂 Ist ja wohl nicht zu fassen – suhlst dich in irgendwelchen Bio-Hotels und ich soll fuer dich hier rumwandern. Ich glaube ich spinne *g* LG, Ulf
Habe ich erledigt 🙂 allerdings war mir eher nach Sachen ausziehen – 2 der Tage waren es gefühlt 25 Grad. grandios – und dazu dieses Naturspektakel. Mal wieder einer der Orte,an denen du nur sagen kannst: Mensch, halte dich raus – gegen die Schönheit der Naturn kannst du nur anstinken. Lg